SammelaktionLaufrennen zum Gedenken an Reinhold Studer am Samstag 28.08.2010
Infos allgemein
Im vergangenen Juli 2007 hat die Oberwalliser Sportwelt mit Reinhold Studer einer der grössten Persönlichkeiten verloren. Reinhold war ein stiller aber äusserst erfolgreicher Sportler mit zahlreichen Spitzenresultaten rund um die Erdkugel. Viel wertvoller als seine Top Resultate war aber das Auftreten von Reinhold. Reinhold wird uns allen als grosses Vorbild in Erinnerung bleiben!
Er war ein Vorbild für jeden Sportbegeisterten. Neid und Eifersucht waren zwei Begriffe die Reinhold nicht kannte und dennoch oder gerade deshalb war er ein stiller, erfolgreicher Sportler der allen für immer in Erinnerung bleiben wird. Gäbe es in der Oberwalliser Sportszene einen fairplay Preis zu verliehen, so wäre Reinhold über Jahre hinweg der grosse und verdiente Sieger.
Ich selber hatte mehrmals die grosse Ehre zusammen mit Reinhold das Paarzeitfahren des VC International zu fahren und dabei viel von seiner Einstellung zu lernen. Auch hat mich Reinhold immer wieder an den versch. Spendenmarathons unterstützt. Deshalb ist es mir eine grosse Ehre, für meinen für immer in Erinnerung bleibenden Sportskollegen Reinhold, zusammen mit dem Ski- und Sportclub von Visperterminen einen Gedenkevent zu organisieren. Eine Reinhold Studer Memorial.
Die Reinhold Studer Memorial soll alle Sportler ansprechen. Von erprobten Spitzensportlern über die regionalen Leistungssportler bis hin zum gewöhnlichen Hobbysportler . Am Samstag, 28. August 2010 findet die dritte Austragung statt. Da Reinhold als Läufer aber auch als Radfahrer aktiv war, wird erstmals in der Geschichte an einem Wochenende ein Lauf- ein Strassenvelo- sowie auch ein Mountainbike-Rennen stattfinden. Vor den jeweiligen Rennen starten auch die Spezialkategorien Fun ohne Zeitmessung, die lediglich zu Ehren Reinholds am Start sind und bei denen Zeiten und Platzierungen keine Rollen spielen. Danach starten dann die jeweiligen Cup Kategorien die alle drei Rennen zu den jeweiligen Oberwalliser Cups zählen werden.
Infos zum Laufrennen:
Das Laufrennen ersetzt den bisherigen traditionellen Geländelauf von
Visperterminen. Dieses wird aber weiterhin vom Ski- und Sportclub
Visperterminen unter der Leitung von Michael Studer organisiert.
Strecke
Kinder-Schüler- und Nordic Walkingkategorien:
Für die Kinder-Schüler und Nordicwalkingkategorien änder sich nichts. Sie laufen weiterhin auf der traditionellen Strecke in Visperterminen.
Erwachsene
Die Erwachsenen starten neu in Visp zusammen mit den Radfahrern zur gleichen Zeit beim Restaurant Bristol in der Napoleonstrasse. Die Streckeführt dann der Strasse entlang vor hoffentlich zahlreichen Zuschauern hinauf zum Spital - Friedhof - entlang der Jodernstrasse in die Wildji undanschliessend dem Rebberg entlang bis zum Bächji wo man wieder aufdie Radfahrer trifft. Die leichte Steigung bis hierhin ist angenehm und nichtsteil. Im Bächji ist ein erster Verpflegungsposten. Dann gehts etwas steiler auf einem Waldweg hinauf nach Visperterminen. Diese ruppige Steigung ist ca. 1km lang. In Oberstalden trifft man erneut auf die Radfahrer und eine Verpflegungsstation. Danach gehts bedeutend weniger steil dem alten Säumerweg der Sonne entlang via Schiessstand nach Visperterminen. In Visperterminen erreicht man die Furrenstrasse wo man rechts abbiegt und der Strasse entlang flach ca. 300m bis auf die normale Dorfstrasse läuft. Dann die letzten 200 m zusammen mit den Radfahrern hinauf ins Ziel auf dem Schulhausplatz. (Siehe auch Skizzen ganz unten!)
Kantine
Während dem ganzen Tag gibt es auf dem Schulhausplatz
Visperterminen eine wunderbare Kantine mit Getränken aber auch
tollen Menüs wie Teigwaren, Raclette etc.
Garderobe
Die Garderoben befinden sich in der Turnhalle von Visperterminen, welche rund 100 m hinter dem Zieleinlauf auf der linken Seite gelegen ist.
Transport
Vom Startgelände aus fährt ein Bus mit allen persönlichen Materialien hinauf ins Ziel nach Visperterminen. ACHTUNG: Der Bus fährt um 16.15 Uhr in Visp ab!!
Startnummerausgabe
Die Startnummerausgabe für die Kategorien in Visperterminen findet ab 12.00 Uhr auf dem Schulhausplatz in Visperterminen statt.
Die Startnummerausgabe für die Kategorien ab Visp findet ab 13.30 Uhr beim Restaurant Bristol in Visp statt.
Kategorien
Schüler(innen) D: 2003 und jüngere 0.8km = Tärbiner Geländelauf wie bisher!
Schüler(innen) C: 2001/2002 0.8km = Tärbiner Geländelauf wie bisher!
Schüler(innen) B: 2000/1999 1.9km = Tärbiner Geländelauf wie bisher!
Schüler(innen) A: 1998/1997 2.3km = Tärbiner Geländelauf wie bisher!
Mädchen/Jugend B: 1996/1995 3.4km = Tärbiner Geländelauf wie bisher!
Mädchen/Jugend A: 1994/1993 3.4km = Tärbiner Geländelauf wie bisher!
Juniorinnen: 1992/1991 3.4km = Tärbiner Geländelauf wie bisher!
Alle anwesenden Sportler/innen erhalten einen Preis. Preisberechtigt ist
jedoch nur, wer an der Preisverteilung teilnimmt.
Anmeldefrist
Mittwoch, 25.August 2010
Startzeiten
Schüler/innen D 0.8km 15.20 Uhr
Schüler/innen C 0.8km 15.30 Uhr
Schüler/innen B 1.8km 15.40 Uhr
Schüler/innen A 2.3km 16.00 Uhr
Mädchen/Jugend B 3.4km 16.30 Uhr
Mädchen Jugend A 3.4km 16.30 Uhr
Juniorinnen 3.4km 16.30 Uhr
Nordic Walking 6km Visp-Tärbinu 16.10 Uhr
Damen I / II 6km Visp - Tärbinu 16.30 Uhr
Herren I / II / III / IV 6km Visp - Tärbinu 16.30 Uhr
Preisverteilung
19.00 Uhr Schulhausplatz
Oberwalliser Cup
Der Lauf zählt zur Jahreswertung des Oberwalliser Laufcups
Verpflegung
Im Bächji sowie im Chrizji finden die offiziellen Verpflegungs-
posten statt. Bei sommerlicher Witterung werden diese noch ausgebaut.
Samariter
Im Zielgelände hat es einen Samariterposten
Leise vorausgegangen
Artikel vom WB: Donnerstag 12.7.2007 - Autor: Roman Lareida
Reinhold Studer war ein Unikum. Erst mit 23 Jahren hatte er mit dem Laufsport begonnen, trotzdem schaffte er es bis an die Europameisterschaften. In der Nacht auf Mittwoch 11.7.07 ist der 54-jährige Terbiner plötzlich an Herzversagen gestorben.
Das Teilnehmerfeld war hochkarätig besetzt, als der allerletzte Abend im Leben Studers begonnen hatte. In Lausanne gingen US-Sprinter Gay Tyson an Start. Chinas Olympiahoffnung Liu Xiang war auch in die Waadt gereist, um rassig über die Hürden zu springen, und über 800m, seiner früheren Paradedisziplin, trugen Kenias David Rudisha, Juri Borsakowski aus Russland und Kamel Youssef aus dem Bahrain einen packenden Dreikampf aus. Vielleicht ist er in Gedanken sogar mitgerannt mit diesem Welttrio.
Es regnet an der "Athletissima", auch in Visperterminen fröstelt man draussen trotz Juli. Dann ging Studer zu Bett und stand nie mehr auf. Nach einem tollen Leichtathletikabend, wenn auch bloss vor dem Fernseher, ist es zu Ende gegangen das Leben des stillen und liebenswürdigen Menschen und begnadeten Läufers.
Leichtathletik war seine Passion, sein Leben. Seine Ehefrau hat einmal gegenüber dem "Walliser Bote" gemeint, ohne aktiven Sport wäre er wohl unausstehlich, denn Bewegung sei für ihn wie eine Droge. Als er vor Jahren einmal seinen Meniskus operieren lassen musste, vergingen gerade mal drei Tage, dann ging er sachte Treppen laufen oder stieg unten im Keller auf sein Fahrrad. Über die Mittagszeit im Raum Brig-Glis, wo er als Zeughaus-Elektromonteur gearbeitet hat, oder im Goms, wo sie vielfach Arbeit gehabt haben, sah man ihn zuweilen trainieren, während die anderen gemütlich Mittag assen.
Studer war vor allem der Oberwalliser Läufer schlechthin. In den früheren 80er-Jahren gehörte der 800-m-Läufer der Nationalmannschaft an, er gewann Bronze an den Schweizer Meisterschaften, er wurde Schweizer Hallenmeister und in Budapest ging er auch an den Europameisterschaften an den Start. Noch heute gehört ihm mit 1:48:01 der Walliser Rekord über die zwei Runden, auch weil Pierre Délèze für Nicht-Walliser-Vereine startete. 1982 wurde er mit dem TV Naters-Quartett nationaler Meister über die Olympia-Staffel, dabei auch Julian Vomsattel, Paul Wecker und Alphonse Studer. Höhepunkte waren sicherlich auch die Teilnahmen an den Vorläufen der internationalen Meetings von Zürich und Lausanne. Beim Letzteren lief er zusammen mit dem unvergesslichen Mittelstreckenläufer Kenias Mike Boit.
Als Studer auf die Marathonstrecke wechselte, blieb der Erfolg ebenso wenig aus. 1993 spulte er die 42.2 km in hierzulande unerreichten 2:20 ab. Auch wenn man die einzelnen Marathonstrecken nicht miteinander vergleichen kann, mit 2:20 wäre er auch schon locker Schweizer Elitemeister geworden. Kategoriensiege holte er gegen nationale Konkurrenz zur Genüge.
2001 war er dann Oberalliser Sportler des Jahres. Angesichts der Tatsache, dass Fussballer und Skirennfahrer bei derlei Wettbewerbeleien traditionell Vorteile geniessen, eine sehr grosse Anerkennung. Mir selbst wird Studer als ausserordentlich zurückhaltender Sportler in Erinnerung bleiben. Ich glaube, ich kenne keinen anderen, der derart leise seinen Weg geht. Es ist sogar schon vorgekommen, dass ich ihn kaum bemerkt habe, obwohl er gerade ein Rennen gewonnen hatte. Bei halbwegs hartnäckigem Nachfragen schaute er zuweilen einfach weg. Wen wunderts, dass er mir einmal gesagt hat, am liebsten trainiere er einfach alleine. Mit bloss 54 Jahren ist er früh gegangen. Letztlich hat er sich hier nicht anders verhalten als im Wettkampf. Auch dort ist er meist vorausgegangen. Julian Vomsattel war jahrelang sein Sportskollege: "Auf ihn hat man sich verlassen können. Er hat immer wenig geredet, verfolgte sein Ziel aber hartnäckig, nichts hat ihn davon abbringen können. Er hat auch nie reklamiert. Hätte Reinhold früher mit seriösem Training und etwas Professionalität angefangen, er wäre wohl international geworden."
Er war schon 23, als er mit dem sportlichen Laufen begonnen hatte. Reinhold Studer war ein Unikum! (Quelle: Walliser Bote: Roman Lareida, 2007)